Darum lohnt es sich für Olivenöl mehr auszugeben!

Feinkost mit Olivenöl und Brot

Warum fällt es uns schwer mehr Geld für gutes Olivenöl auszugeben?

Jeder Eigentümer eines Kraftfahrzeugs kennt diesen Moment: die Öllampe leuchtet und der Ölwechsel ist auch schon 2 Jahre her. Es wird höchste Zeit und du machst einen Termin bei der Kfz-Werkstatt deines Vertrauens aus. Dort wird das geliebte Auto abgeliefert und nach einer halben Stunde Wartezeit kannst du es wieder in Empfang nehmen. Mit Sicherheit hast du dir die Rechnung danach genauer angeschaut? Das Longlife Premium-Motoröl kostet um die 30 Euro den Liter. Entweder du findest das überteuert oder du denkst dir: „Qualität hat seinen Preis und der Wagen soll ja schließlich nur das beste schlucken.“
 
Die Öllampe ist erloschen und zufrieden fährst du in den nächsten Supermarkt. Du hast heute Abend noch zu einer kleinen Grillparty mit Freunden eingeladen und brauchst noch ein Olivenöl für den Salat. Und was kostet das Olivenöl dort? 6 – 8 Euro pro Liter. 
 
Warum ist das so? Warum investieren wir in ein Fahrzeug mehr als in unseren eigenen Körper? Sollten wir uns nicht mehr schätzen als ein Automobil?
 
Olivenöl ist ein reines Naturprodukt. Ein Olivenbaum trägt erst nach 7 bis 8 Jahren nach der Pflanzung die ersten Blüten aus. Südlich der Alpen kann das schon im frühen Frühjahr der Fall sein. Von der Blüte bis zur Ernte der Früchte muss der Olivenbaum aufwendig gepflegt werden: gießen, düngen, schneiden.
 
Der Erntezeitpunkt spielt eine riesengroße Rolle!
 
Erntet der Olivenbauer/in die Oliven recht früh, d.h. im Oktober, enthalten diese besonders viele wertvolle Nährstoffe, wie Polyphenole und Vitamine. Der Olivenbauer/in erhält von diesen frühreifen Oliven vergleichsweise wenig Öl. Wenn er die Oliven im Dezember oder Januar erntet, enthalten die Oliven weniger wertvolle Nährstoffe, aber der Bauer erhält einen höheren Ertrag.
 
Der Ertrag von spätgeernteten Oliven ist höher als bei frühgeernteten Oliven
 
Das bedeutet: Möchtest du ein sehr gutes, gesundes Olivenöl hinsichtlich einer wertvollen Nährwert-Zusammensetzung, so musst du bereit sein, mehr dafür zu bezahlen!
 
Der Olivenbauer/in muss für das frühgeerntete Olivenöl mehr Geld verlangen als für das spät geernetete Olivenöl, einfach weil er mit diesem weniger Ertrag generiert.
 
Aber nicht nur der Erntezeitpunkt, sondern auch die Erntemethode spielt eine wichtige Rolle. Oliven sind äußerst sensible Früchte. Nehmen sie bei der Ernte Schaden, z.B. platzt ihre Haut oder sie bekommen eine Delle, beginnen oxidative Prozesse und damit die Fermentation. Das Olivenöl wird sensorische Mängel aufweisen! Das bedeutet je schonender die Oliven geerntet werden, umso besser für die Qualität. Besonders schonend ist es, die Oliven per Hand vom Baum zu pflücken. Das kostet jede Menge Personal und Zeit!

Die Ölmühle, in der die Oliven extrahiert werden, ist genauso wichtig. Hier gibt es große Qualitätsunterschiede: von der alten Holzmühle bis zur hochtechnologischen Stahlmühle. Auch dieser Herstellungsschritt hat seinen Preis. Es ist wichtig, dass die geernteten Oliven innerhalb von 24 Stunden in die Ölmühle gebracht werden, die Flasche muss aus Glas und abgedunkelt sein, der Verschluss darf keine Luft reinlassen und und und.
 
Der Herstellungsprozess eines Olivenöls ist sehr aufwendig und kostenintenisv! Da muss man sich fragen, wie der Preis von 4 Euro für 500 ml Olivenöl (angeblich extra nativ) im Einzelhandel zustande kommen kann?
 
Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Ich freue mich auf deinen Kommentar.
 
Liebe Grüße
Nicole

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